Impuls zum Josefsjahr 2021


Bild von Hans Braxmeier auf

Neben dem Josefstag am 19. März wird seit 1955 auch der 1. Mai als "Josef der Arbeiter" gefeiert. Papst Pius XII. hat den seit 1889 als "Kampftag der Arbeiter" begangenen Tag als Zeichen der Aussöhnung mit der Arbeiterschaft eingeführt. Damit soll der Heilige geehrt, aber auch die Würde der menschlichen Arbeit bewusst gemacht werden. Josef ist Patron der gesamten Kirche (seit 1870), des Bistums Osnabrück, des Erzbistums Köln und des Kolpingwerkes. Außerdem ist er der Patron der Ehepaare und der Familien, der Kinder und Jugendlichen, der Erzieher, der Zimmerleute, Holzfäller, Tischler, Handwerker, Arbeiter, Ingenieure, zudem Schutzheiliger in Wohnungsnot, in Versuchungen und verzweifelten Lagen sowie für einen friedlichen Tod.

Der gerechte Josef, der nicht auf seinem Recht beharrt, mit Maria als Ehefrau zusammenzuleben. Der Mann, der ein Kind, dessen leiblicher Vater er nicht ist, als seinen Sohn aufzieht und ihm die Liebe eines Vaters schenkt. Nach der Geburt Jesu floh die Familie gemeinsam nach Ägypten, um dem Kindermord des Herodes zu entgehen. Die Überwindung des inneren Konflikts und die Annahme Jesu als Sohn zeuge von einem großen und weiten Herzen. Josefs Tod ist an keiner Stelle der Bibel explizit erwähnt. In dem Jahr, in dem Jesus seinen zwölften Geburtstag feiert, pilgert Josef mit seiner Familie zum Osterfest nach Jerusalem. Danach verschwindet die Figur des Josef. Die Forschung vermutet, dass sein Todeszeitpunkt zwischen der gemeinsamen Wallfahrt und dem öffentlichen Auftreten von Jesus liegen muss.

Kolping Bokeloh